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Gefüllte Paprika

ACHTUNG ACHTUNG, JULE HAT MAL WIEDER WAS GESUNDES GEKOCHT!

Ich gebe es zu, Ich habe in letzter Zeit mal ganz gerne den ein oder anderen Kuchen gebacken und Süßkram gegessen. Vor allem aber habe ich mich ganz schön beeindrucken lassen, von den veganen Ersatzprodukten im Supermarkt. Als ich angefangen habe vegan zu kochen und zu experimentieren, gab es für mich nur die Produkte, die ich bereits kannte. Das war dann hauptsächlich Obst und Gemüse. Wenn man sich aber ein bisschen näher mit dem Thema befasst, merkt man schnell, es gibt kaum ein tierisches Produkt, das sich nicht als vegane Alternative im Supermarkt Regal finden lässt. Und das ist auch eine tolle Entwicklung, keine Frage!
Manchmal tut es einfach gut, die Dinge mal wieder mit “Käse” zu überbacken. Und das tat ich dann auch….Oft….Mit viel Käseersatz!
Und dann habe ich mal wieder einen Blick in meinen Geldbeutel geworfen und an mir heruntergeschaut und habe bemerkt, auf Dauer ist das irgendwie nix! Und genau dieser Punkt ist in meinen Augen oft abschreckend für Leute die sich vegan ernähren wollen. Dabei können die Dinge doch viel einfacher, gesünder und vor Allem billiger sein! Denn die veganen Ersatzprodukte haben nach wie vor einen stolzen Preis. Ein ruhiges Gewissen war noch nie billig. 
Und genau aus diesem Grund hatte ich mal wieder Lust etwas total gesundes, einfaches und vor Allem etwas ohne jegliche Ersatzprodukte kochen! 
Dazu kommt dann noch, dass mein Freund seine Einkäufe nicht richtig plant und so einen halben Zentner Quinoa zuhause hatte…

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Was ich an diesem Essen liebe, ist der leckere Geschmack des Kurkumas. Ich finde es immer ein bisschen schwierig, das Kurkuma so zu kombinieren, dass es nicht zu dominant schmeckt und man es trotzdem herausschmeckt. So oder so, ist Kurkuma natürlich immer auch der Farbe wegen eine super Sache. Aber hier hat es tatsächlich auch geschmacklich eine richtige Funktion und ich liebe die Kombination mit den Antipasti (Kleingeschnittene getrocknete Tomaten, Artischocken, Oliven). Schmeckt einfach alles in Allem Rund, und vor allem schmeckt es würzig.

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Man könnte die Füllung natürlich auch super mit Reis, Risottoreis, Bulgur oder Couscous machen. Wie bereits erwähnt hat sich diese Frage für mich nicht gestellt, da Dome sich auf eine fürchterliche Quinoa-Knappheit eingestellt hatte, die nun so gar nicht eingetreten ist.
Es gibt aber neben den unsinnigen Vorratskäufen deines Partners noch so viele mehr Gründe Quinoa zu verwenden! 
An dieser Stelle wird es mal wieder Zeit für einen Gesundheitsvortrag:

– Quinoa sieht zwar aus wie Getreide, ist aber keins! Tatsächlich handelt es sich bei Quinoa um ein Fuchsschwamzgewächs. Somit ist Quinoa also eine Art Amarant und die haben den Ruf ziemlich gesund zu sein und da ist natürlich auch was dran.

– Quinoa hat 15g Eiweiß pro 100g und dabei nur 334kcal. Damit ist Quinoa sogar für Locarber geeignet und die sind normalerweise eher Anti Getreide und mit Anti Getreide meine ich, sie essen eigentlich gar keins!

– Ein Haufen Eisen hat dieses Zeug. Nicht mal Spinat und Rote Bete kommen mit ihren Eisenwerten an die von Quinoa ran.

– Und weil das alles immer noch nicht genug ist, hat Quinoa einen super hohen Calciumgehalt. Es kommt mit 80mg/100g beinahe an Milchprodukte ran (100-130mg/100g).

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Du merkst selbst, es spricht absolut nichts dagegen dieses wunderbare Rezept auszuprobieren. Besonders wenn du Veganer bist, solltest du dich hier ran wagen. Wir wissen ja wie problematisch das sein kann, mit dem krankhaften Protein-/Calcium-/Eisenmangel, ach einfach jedem Mangel den man sich so vorstellen kann.
Ernsthaft, Quinoa ist mein absolutes Go to, wenn es darum geht meine Ernährungsform zu rechtfertigen. Tipp von mir, dürft ihr auch benutzen. Hab ich gern gemacht.

Kleiner Tipp:

Ich weiß natürlich nicht, wie dein Freundes- und Familienkreis so drauf ist. Ich persönlich finde es immer ziemlich cool, selbst gemachte Dinge zu verschenken. Besonders, wenn ich mal eingeladen bin, bring ich ganz gerne so ein Brot mit, vielleicht noch 1, 2 Aufstriche und eine Limo oder ein Bier. In meinen Augen ein super Geschenk/Mitbringsel.
Ach ja, auf dem Bild seht ihr eine Art Tasche aus zusammengenähten Tetra-Pacs, weil Einweg-Geschenkpapier einfach ziemlich doof ist, für die Umwelt und so…

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Zutaten für 6 Paprikahälften

Zubereitung

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ZUBEREITUNG:

– Tofu In Kleine Würfel Schneiden. Anschließend In Einem Großen Topf Mit 3-4El Sonnenblumenöl Ca.10min Anbraten. Den Tofu Solltet Ihr Ständig In Bewegung Halten, Da Dieser Wirklich Schnell Am Topfboden Anbrennt.

– Frühlingszwiebeln In Ringe Schneiden, Zwiebel, Knoblauch Würfeln, Den Ingwer Reiben. Alles Anschließend Zum Tofu Geben Und Nochmal  Ca.5 Min Anbraten.

– Quinoa, Kurkuma, Paprikapulver, Chiliflocken, Salz, Pfeffer, Hinzugeben Und Alles 2-3 Min Braten, Anschließend Mit Der Gemüsebrühe Ablöschen.

– Das Ganze Ohne Deckel, Bei Mittlerer Hitze Ca.15 Min Köcheln Lasssen

– In Der Zwischenzeit Die Getrockneten Tomaten, Die Artischocken Und Die Oliven Kleinschneiden (Oliven Vierteln, Den Rest In Ähnlich Große Stücke Schneiden.)
Die Paprika Halbieren Und Die Kerne Entfernen.

– Die Zerkleinerten Antipasti Unter Den Restlichen Quinoa Geben. Die Masse In Die Halbierten Paprika Füllen.

– Die Paprikaschiffchen In Eine Auflaufform Geben Und  30min In Den Ofen Damit. (Umluft 180°C).

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Die Kartoffelecken waren hier eher eine Art Resteverwertung, deshalb habe ich sie gar nicht richtig im Rezept erwähnt.
Die sind einfach nur in Ecken geschnitten, mit Öl, Rosmarin und Salz mariniert und in den Ofen, zu den Paprika gestellt. 
Die waren eigentlich echt lecker zu dem Essen, sind aber eigentlich nicht zwingend notwendig, da das Quinoa ja schon ziemlich sättigend ist.

PROBLEME, ANREGUNGEN?
DANN SCHREIB MIR DOCH EINFACH MAL!

Julia Schlink

Juleeatsvegan@web.de

Vielen Dank!

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